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Martin Gross

Solution seeker, building things, often in software.

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Da ich zur Zeit mit einem Kunden die Anforderungen an eine neue Software erarbeite, hatte sich mir die Frage gestellt, wie man das am geschicktesten macht ohne eine hundertseitige Spezifikation zu schreiben, die keiner lesen will.

Vor einiger Zeit stolperte ich schon mal über einen Vortrag zu Agile Development with User Stories , der einen vielversprechenden Ansatz aufzeigt.

Es ist zwar zu früh zu sagen, dass es der optimale Weg ist, aber dennoch sind die bisherigen Ergebnisse aus den Workshops mit dem Kunden sehr ermutigend. Wir konnten innerhalb von relativ kurzer Zeit fundiert Anforderungen mit Hilfe der User Stories schriftlich erarbeiten, die wir auf einem anderen Weg wesentlich mehr Zeit gebraucht hätten.

Wichtig ist dabei zu beachten, dass User Stories keine Mini-Spezifikationen sind, sondern eher als Gedächtnisstütze für den weiteren persönlichen Dialog mit dem Kunden gedacht sind. In diesem Dialog werden dann ‘just in time’ sprich während der eigentlichen Softwareentwicklung die Details festgelegt. Das setzt natürlich auch voraus, dass man mit dem Auftraggeber ständig in Kontakt ist und Details absprechen kann. Das ist aber ohnehin fast immer von Nöten, da das Wasserfallmodell in der Softwareentwicklung meistens versagt.

Interessant ist auch die Flexibilität, die man dadurch gewinnt. Wir benutzten ausserdem Karteikarten für die User Stories und keine Software und/oder Computer. Dieser Low-Tech Ansatz ist für eine offene Kommunikation viel besser, als wenn man etwas direkt auf einer Tastatur eingibt und alle anderen schauen nur zu.

Auf jeden Fall empfehlenswert!

Weiterführende Infos:
http://www.agile-software-development.com/2008/01/user-stories.html
http://www.agile-software-development.com/2008/03/user-stories-should-be-negotiable.html
http://www.agile-software-development.com/2008/01/example-of-user-story.html